Ursachen
Die wichtigsten vermeidbaren Blindheitsursachen
|
Grauer & Grüner Star - Trachom - Flußblindheit - Kinderblindheit |
|

|
|

|
5 Gründe für Blindheit in der "Dritten Welt"
| |
 |
 |

Rund 17 Millionen Menschen könnten nach einer Operation am Grauen Star wieder sehen.
|
Grauer Star
Vorkommen: Rund 17 Millionen Menschen - vor allem in Asien und Afrika - sind daran erblindet. Damit ist Grauer Star weltweit der häufigste Grund für Blindheit.
Ursachen: Zum einen der Altersstar, meist hervorgerufen durch Stoffwechsel-erkrankungen und Alterung des Gewebes, zum anderen kann er aber auch angeboren oder vererbt sein (u. a. durch Röteln in der Schwangerschaft) oder durch Verletzungen entstehen.
Behandlung: Allen Starblinden (das sind immerhin die Hälfte aller Blinden) könnte durch eine Operation das Augenlicht wiedergegeben werden. Dabei wird die hinter der Pupille liegende, lichtundurchlässig gewordene Linse entfernt. Mit einer Starbrille bzw. Implantation einer künstlichen Linse können die Operierten wieder sehen. Durchschnittliche Kosten: 30 Euro, bei Kindern rund 125 Euro. In CBM-geförderten Hospitälern wurden vergangenes Jahr fast 500.000 Star-Operationen durchgeführt.
|
 |
 |
 |
|
 Rund 1,3 Millionen Menschen sind unheilbar an Trachom erblindet.
|
Trachom
Vorkommen: Rund 84 Millionen Kinder, Frauen und Männer in Afrika, Südost-Asien, Zentral-Australien und im Mittleren Osten leiden unter einer Trachominfektion. 1,3 Millionen Menschen können nicht mehr geheilt werden.
Ursache: Eine Infektion, begünstigt durch Wassermangel, Hygieneprobleme, unzureich-ende Gesundheitsvorsorge, Armut sowie massives Auftreten von Fliegen, die diese Krankheit übertragen. 10 bis 20 Jahre nach Ausbruch der Krankheit bilden sich am Augenlid Narben, durch die die Wimpern einwärts wachsen und auf der Hornhaut scheuern. Dies führt zu Vernarbung und Trübung der Hornhaut. Folge: Unheilbare Blindheit.
Behandlung: Vorbeugende Behandlung der Infektion im Anfangsstadium durch regelmäßiges Gesichtwaschen und Tetracycline-Augensalbe. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, hilft eine kleine Lid-Operation. Kosten: etwa 15 Euro. Bleibt Trachom unbehandelt, muss der Patient erblinden. Durch Hilfe der CBM wurden vergangenes Jahr rund 408.000 Trachompatienten behandelt – hauptsächlich mit Tetracycline-Augensalbe oder durch eine Augenlid-Operation.

|
 |
 |
 |

Oftmals wird der Grüne Star erst bemerkt, wenn es zu spät ist. |
Grüner Star
Vorkommen: Weltweit sind ca. 6 Millionen Menschen erblindet.
Ursache: Überwiegend zu hoher Augeninnen-druck, der den Sehnerv schädigt. Der Betroffene spürt zunächst keine Schmerzen. Daher wird Grüner Star oft erst bemerkt, wenn die Zerstörung des Sehnervs fortgeschritten ist.
Behandlung: Vorbeugende Untersuchungen (Messung des Augeninnendrucks mit Tonometer), Augentropfen, Operation. Ein bereits aufgetretener Sehverlust ist nicht mehr rückgängig zu machen. 
|
 |
 |
 |
|
 Mit Mectizan wäre dieser Afrikaner heute nicht blind!
|
Flussblindheit (Onchozerkose)
Vorkommen: In West- und Zentralafrika, Südamerika, Teilen der arabischen Halbinsel. 290.000 sind unheilbar erblindet.
Ursache: Beim Stich der blutsaugenden Simulium-Fliege (Schwarze Fliege genannt) werden Larven auf den Menschen übertragen, die bis zu zwölf Jahre leben und Millionen von mikroskopisch kleinen Würmern (Mikrofilarien) freisetzen. Diese wandern im Körper bis ins Auge und zerstören den Sehnerv.
Behandlung: Vorbeugend mit dem Medikament Mectizan. Es muss regelmäßig ein- bis zweimal jährlich eingenommen werden, um das Augenlicht auf Dauer zu retten. Die CBM verteilt Mectizan in enger Abstimmung mit der Weltgesund-heitsorganisation (WHO). Kosten: Etwa ein Euro pro verteilte Tablette. Letztes Jahr erhielten rund 2,6 Millionen Menschen diese Tabletten. Unbehandelt kann Onchozerkose zu unheilbarer Blindheit führen.
|
 |
 |
 |
 Rund 70 Prozent aller Kleinkinder die erblinden, haben keine lange Lebenserwartung: Sie sterben binnen zwei Jahren nach der Erblindung.
|
Vitamin-A-Mangel (Kinderblindheit)
Vorkommen: In Entwicklungsländern erblinden jährlich zwischen 350.000 und 500.000 Kleinkinder. Viele von ihnen sterben in den ersten Lebensjahren. Insgesamt sind 1,4 Millionen Kinder blind.
Ursachen: Einer der Gründe ist ernährungs-bedingter Vitamin-A-Mangel (Xerophthalmie). Er führt zur Erweichung und Trübung der Hornhaut mit Blindheit als Folge. Beschleunigt wird der Vorgang durch Masern, denn bei dieser Infektionskrankheit wird viel Vitamin A verbraucht.
Behandlung: Vitaminreiche Ernährung und vorbeugende Einnahme von Vitamin-A-Kapseln. Die Verteilung einer Kapsel kostet 1 Euro. Erblindet ein Kind durch Xerophthalmie, ist sein Augenlicht unwiederbringlich verloren. Insgesamt wurden rund 730.000 Vitamin-A-Kapseln verteilt.
Stand: Dezember 2004
|
(Quelle: www.Christoffel-Blindenmission.de)